Franzbrötchen
Franzbrötchen sind seit dem 19. Jahrhundert als eine Gebäckspezialität in Hamburg belegt. Zunächst bezeichnete „Franzbrot“ einen langen Laib Brot, das aus besonders feinem, weißem Mehl und mit Butter gebacken war, dem heutigen Baguette vergleichbar. Bald nach der Jahrhundertwende begann eine Hamburger Bäckerei ihre Franzbrötchen in der Fettpfanne zu veredeln. Heute werden sie aus einem Hefe-Plunderteig mit viel Butter und Zimt in vielen Variationen gebacken. Dass Franzbrötchen eine regionale Spezialität sind, zeigt schon die Tatsache, dass man sie z. B. in Bremen gar nicht und in Lüneburg nur als „Hamburger“ kaufen kann.

Pannfisch
Pannfisch gehört zu den traditionsreichsten Gerichten der regionalen Küche in Hamburg. Hauptbestandteile sind gebratene oder gegarte Fischstücke ohne Kopf, Bartkartoffeln und Senf- soße. Der Name des Gerichts geht auf die Zubereitungsweise des Fisches in der Pfanne zurück: „Pann“ ist plattdeutsch und bedeutet Bratpfanne. Früher ein „Arme-Leute-Essen“ und Resteessen wird das Pfannengericht heute teils mit Edelfisch zubereitet und ist zudem in gehobenen Restaurants anzutreffen.

Labskaus
Labskaus ist zwar kein original Hamburger Gericht, jedoch ist es vielen als eine typische Hamburger Speise bekannt. Das ursprünglich für Seefahrer entwickelte Essen sollte vor allem lang haltbar und leicht zu essen sein. Also musste der Koch auf lange haltbare Lebensmittel zurückgreifen. So entstand der Brei aus gepökeltem Rindfleisch, eingelegter Roter Beete, Zwiebeln und Kartoffeln. Solange es die Kombüse noch hergab, gab es Matjes und Spiegelei dazu.

Hamburger National
Weit verbreitet im norddeutschen Raum ist ein Eintopf aus Steckrüben, Rindfleisch und Kartoffeln. Was in Hamburg „Hamburger National“ heißt, heißt in leicht abgewandelten Variationen auch „Lübecker National“ oder „Rübenmalheur“.

Hamburger Aalsuppe
Die Hamburger Aalsuppe ist eine Gemüsesuppe bzw. -eintopf, die sich durch die Zugabe von Backobst von anderen regionalen Versionen unterscheidet. In dieser Suppe ist alles drin, was übrig blieb. Ein klassisches Resteessen – aber ohne Aal.

Finkenwerder Scholle
Die Finkenwerder Scholle oder die Scholle Finkenwerder Art ist mittlerweile auch in anderen norddeutschen Regionen ein beliebtes Fischgericht. Der Name stammt von der Fischerei Hochburg Finkenwerder, die damals die ganze Stadt mit frischem Fisch versorgte. Traditionell wird sie mit Speck und Kartoffeln serviert. Ein echter Hamburger Gaumenschmaus.